Antische Zeiten

Günstige Lage und  Naturbedingungen führten dazu, dass die Gegend von Świdnica schon in der Jungsteinzeit (4500-1800 vor unserer Zeitrechnung) besiedelt wurde. Im frühen Mittelalter wurde der Schweidnitzer  Kreis von dem slawischen Stamm Slensane bewohnt. Im 990 wurde das Gebiet der Schlesien vom Polenfürst Mieszko den I. besiegt und  polnischen Gebieten angeschlossen. Günstige Lage und  Naturbedingungen führten dazu, dass die Gegend von Świdnica schon in der Jungsteinzeit (4500-1800 vor unserer Zeitrechnung) besiedelt wurde. Im frühen Mittelalter wurde der Schweidnitzer  Kreis von dem slawischen Stamm Slensane bewohnt. Im 990 wurde das Gebiet der Schlesien vom Polenfürst Mieszko den I. besiegt und  polnischen Gebieten angeschlossen.
 

Unter den Piasten (990-1392)

Als eine Stadt wurde Świdnica zum ersten Mal in 1267 in einem Dokument erwähnt. Das Dokument der Stadtgründung ist nicht bekannt, jedoch man nimmt an, dass Świdnica eine Stadt in zirka 1250 wurde. Zur diesen gehörte Świdnica zum Breslauer Fürstentum. Der Breslauer Herzog Henryk der IV – der Gerechte verlieh Świdnica zwei Privilegien, die die störmige Entwicklung der Stadt beschleunigten. Das waren die sog. Schrottrecht (1278) und Meilerecht (1285). Da Henryk der IV kinderlos starb, geerbte nach seinem Tod die Machtrechte im Jahr 1290 sein Neffe – Bolko, der die Stadt zur Hauptstadt des Herzogtums erklärte and der Vater der Schweidnitzer Piasten wurde. Am Anfang des 14. Jahrhundert besaß Świdnica die Stadtmauer, Pfarrkirche und zwei Kloster. In der Stadt waren sechs Zünfte tätig, blühten Handwerk und Handel. Unter der Regentschaft Bolkos I- des Strengen wurde Świdnica die Hauptstadt des Herzogtums Schweidnitz. Im Jahr 1308, sieben Jahre nach dem Tode des Vaters übernimmt die Herrschaft der älteste Sohn-  Bernhard. Da er doch zwei Brüder hatte, war er gezwungen das Fürstentum in drei Teile zu gliedern. Zum zweiten Mal wurden die Teile miteinander verbunden und vergrößert vom seinen Sohn Bolko den II – den Kleinen, der in den Jahren 1326-1368 herrschte. Am Ende seiner Herrschaft war er der größte Machthaber in Schlesien, und die Grenzen des Herzogtums waren einerseits in Dzierżoniów und Niemcza und andererseits in Łużyce. Bolko der II schloss mit dem tschechischen König Karol Luxemburg das Sukzessionsabkommen. Nach dem Tode des kinderlos verstorbenen Erzherzogin Agnes, der Witwe Bolkos II gingen auf Grund früherer Verträge im Jahre 1392 die Stadt und das ganze Herzogtum, an die Böhmische Krone.

Unter der Herrschaft der Schweidnitzer Piastenherzöge entwickelte sich die Stadt immer schneller. Świdnia war weltweit durch die Produktion des Biers, Tücher und Messer bekannt. Das Ergebnis der vernünftigen Politik der Herzöge war die Tatsache, dass Świdnica die Organe der Selbstverwaltung – den Bürgermeister und den Stadtrat erhielt. Doch nicht alle Geschehnisse waren für Świdnica vorteilhaft – der Lauf des Lebens war durch die Naturkatastrophen (im Brand im Jahr 1313 verbrannte die ganze Stadt mit der Ausnahme zwei Kirchen) sowie Unruhen und Kriege gestört. Trotz aller Hürden entwickelte sich die Stadt und gewann an Bedeutung. Am Ende des XIV. gab’s in Świdnica etwa 6 Tausend Einwohner.
 

Tschechische und Österreichische Zeiten (1392-1740)

Die staatliche Angehörigkeit übte keinen Einfluss auf die Wirtschaft. Handwerk und Handel blühten weiter. Im Jahr 1429 versuchten Hussiten Świdnica zu erobern, jedoch ohne Erfolg. Am Ende des 15. Jahrhunderts wurde Świdnica von dem Ungarischen König Matthias Corvinus regiert. Im Jahr 1471 waren schon 49 Zünfte, die mehrere Fachleute von verschiedenen Spezialitäten anstellten, tätig. Fast 300 Häuser besaßen die Bierbrauenlizenz. Am Ende des 15. Jahrhunderts funktionierten in Świdnica einige Getreidemühlen und eine Papiermühle. In Świdnica fanden große nicht nur in Schlesien bekannte Vieh- und Hopfenmessen statt. Nach der Schlacht bei Mohács in 1526, wo der König Ludwig II. von Böhmen und Ungarn starb, fiel das ganze Schlesien den Habsburgern in die Hände, die Region blieb jedoch im Besitz der Tschechischen Krone. Im ersten Jahrhundert der Herrschaft des Habsburg Hauses fanden wesentliche Änderungen im Sozialleben der Stadt statt.  Nach der Reformation bekehrte die Mehrheit von Stadtbewohner zum Protestantismus, dies verursachte die Übernahme der meisten Kirchen, darunter auch der Pfarrkirche. Im 17. Jahrhundert (1618-1648) begann der Dreißigjähriger Krieg und das ganze Schlesien wurde fast völlig vernichtet. Nach mehreren Belagerungen, Brandschaden und Durchmärschen der Militärgruppen wurde Świdnica komplett ruiniert. Im Jahr 1633 starben an der Pest 17.000 Einwohner der Stadt. Im Jahr des Kriegsendes standen in der Stadt 118 stark beschädigte Häuser, die von 200 Menschen bewohnt wurden. Gleich nach der Unterzeichnung des Friedensabkommens begannen die kaiserlichen Behörden breite Rückkehraktion zum Katholizismus, was durch gewaltige rechtliche und administrative Tätigkeiten eingeführt wurde. Die Zerstörungen des dreißigjährigen Krieges verursachten völlige Wirtschaftsflaute der Stadt. Trotz geschickten Wiederaufbaus gewann Świdnica den ehemaligen Rang, den sie während der Piastenzeit hatte, nie wieder.
 

Preußische und Deutsche Zeiten (1740-1945)

Die Epoche begann mit dem Krieg zwischen Ősterreich und Preußen. Infolge des fünfjährigen Handelns wurde Schlesien gänzlich den Preußen angeschlossen. Gleich danach wurde Świdnica durch den Beschluss des Königs Frederik den Großen in eine Festung verwandelt (nach Projekt von Cornelius von Walrave). In Jahren 1747-1754 den Projekten der Ingenieure Walrave und Seers gemäß, wurde die mittelalterliche Festigung umgebaut und den neuen Forderungen angepasst. Man baute äußere Linie der Festung, die aus fünf Forts und vier Redouten bestand. Schon während des Baus prüfte man die Festung ausreichend. Während des siebenjährigen Krieges (1756-1763) haben die feindlichen Truppen vier Mal die Stadt belagert und sie jedes Mal besiegt. Das Ergebnis war schrecklich – 200 Häuser wurden zerstört und 400 beschädigt. Außerdem gab man große Summen für Verbesserung der Festung aus. Dies alles verursachte die Abbremsung der Stadtentwicklung. Erst die Reformen der napoleonischen Kriegszeit verursachten bestimmte Belebung der Wirtschaft. Die ersten Manufakturen entstanden schon am Ende des XVIII. Jahrhunderts. Die Wende aber der ersten und zweiten Hälfte des XIX. Jahrhunderts, darunter der Abbau der Festung im Jahr 1867 übten deutlichen Einfluss auf die Entwicklung der Wirtschaft. Im Jahr 1844 baute man die Bahnverbindung mit Jaworzyna Śl. Mehrere kleine Betriebe entstanden. Die Stadt bekam neue Bahnverbindungen: nach Dzierżoniów (1855) und Wrocław (1898). Gleichzeitig baute man kommunale Dienstleistungsbetriebe: Gaswerk (1863), Wasserturm (1877) und Kraftwerk (1907). Die Entwicklungsgröße ist der Anstieg der Einwohnerzahl von etwa 15.000 bis zu über 28.000 im Jahr 1900.
 

Świdnica Heute (Nach 1945)

Gleich nach dem Kriegsende kam in die Stadt die Operationsgruppe. Im Namen der Behörden führte sie das Übernahmeverfahren und Bestandsaufnahme des ehemaligen deutschen Eigentums durch, auch die lokale Verwaltung begann zu organisieren. Die deutschen Einwohner wurden ausgesiedelt und ihren Platz nahmen die Ansiedler (vor allem aus den Małopolska Gebieten). Die Stadt erlitt während des Krieges keine Verluste, was später vernünftige Bewirtschaftung erleichterte. Man gründete die Industriebetriebe, eröffnete die Schulen und veranstaltete das Kulturleben. In der Nachkriegszeit verbesserte sich deutlich die Schweidnitzer Industrie, man baute neue, große Wohnsiedlungen.

Seit 2001 befindet sich das wichtigste Baudenkmal in Świdnica – die Friedenskirche Zur heiligen Dreifaltigkeit – auf der Liste des UNESCO-Welterbes. Seit dem Jahr 2004 ist die Stadt auch die Hauptstadt der Schweidnitzer Diözese. Dem Beschluss des Papstes Johannes Pauls des II. gemäß ist der erste Schweidnitzer Bischof Pfarrer Prof. Ignacy Dec. Gleichzeitig fand ein wichtiger Impuls zur Entwicklung der Stad statt -  die  Schweidnitzer Sonderwirtschaftszone Wałbrzych „INVEST-PARK" wurde gegründet. Seitdem beschlossen 12 Unternehmen (einschließlich Palmolive Manufacturing Poland Sp. z o. o. und Electrolux Poland Sp. z o. o.)  in Świdnica zu investieren. Das letzte wichtige historische Ereignis ist zweifellos der Wiederaufbau des im Jahr 1967 zerstörten Rathausturms. Der Wiedreaufbau begann in 2010 und wurde im November 2012 vollendet. 


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